Ich bin transsexuell – Was tun?

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Es ist kein leichter Weg für wenn man im falschen Körper leben muss. Viele Betroffene merken es schon sehr früh, dass bei ihnen was anders ist. Bis Betroffene aber bewusst merken was mit ihnen los ist vergeht sehr viel Zeit. Noch länger dauert es aber anderen davon erzählen zu können. Die Angst auf Ablehnung zu stoßen ist sehr groß, da Transsexuelle in der Gesellschaft nicht bzw. kaum angesehen werden.

Anzeichen für eine Transsexualität
Fachleute haben sich auf einige Merkmale geeinigt, die auf eine Transsexualität hinweisen können.

  • Der Widerspruch zwischen körperlichen und psychischen Geschlecht muss dauerhaft und tiefgreifend sein. Über Jahre müssen diese Konflikte vorhanden sein, sich im eigenen Körper nicht wohl zu fühlen.
  • Es entsteht ein Gefühl, dass man nicht dauerhaft mit dem dem biologischen Geschlecht leben kann. Typisch männliche bzw. typisch weibliche Verhaltensweisen werden durchgehend abgelehnt.
  • Es muss einen innerlichen Druck geben der so groß ist, dass es zu psychischen Problemen bei den Betroffenen kommt, wenn sie nicht so leben können wie sie wollen.

Nicht immer ist direkt erkennbar, dass es sich um Transsexualität handelt.

Was bringen diese Merkmale?
Ein Gutachter bzw. Psychologe wird auf diese Merkmale zurückgreifen, um eine Transsexualität bestätigen zu können. Erst nach dieser Bestätigung können Betroffene damit beginnen ihr leben neu zu sortieren: z.B. durch eine Namensänderung bzw. ggf. einer Operation zur Geschlechtsumwandlung.

Wie merkt man es?
Es gibt Jungen und Mädchen die schon im Vorschulalter Anzeichen zeigen, die nicht typisch männlich bzw. weiblich sind. Mädchen lehnen z.B. weibliche Kleidung ab und Jungen spielen lieber mit Mädchen und tragen heimlich Mädchenkleidung.
Diese Anzeichen bedeuten aber nicht gleich das eine Transsexualität vorliegt. Bei einigen werden die Anzeichen für eine bestehende Transsexualität im zunehmenden Alter immer deutlicher. Wer wirklich Transsexuell ist dem wird dieses empfinden immer bewusster.

Zahlen, Daten und Fakten

  • Männer sind im durchschnitt 37 Jahre alt, bevor sie eine Lösung für das Problem haben
  • Frauen sind etwa 26 Jahre alt, bis sie das Problem lösen konnten.

Warum gibt es diesen Altersunterschied?
Mädchen haben es in der Pubertät leichter, sich als Junge zu geben. Jungenkleidung ist für Mädchen nichts besonderes. Sie können sich also nach außen hin eher als Jungen geben, ohne irgendwo auf Ablehnung zu stoßen. Wenn Jungen Mädchenkleidung tragen würden, würden sie auf Ablehnung und Unverständnis stoßen.

Geschlechtsveränderung

Erste Möglichkeit:
Die Änderung des Namens und der Anrede. In der Regel wird zunächst der Vorname geändert, d.h. aus Herrn Tim Müller wird z.B. Herr Tina Müller. Der zweite Schritt ist dann die Anrede, die von Herrn Tina Müller in Frau Tina Müller geändert wird.

Zweite Möglichkeit:
Für viele Transsexuelle ist es ein großer Wunsch auch den Körper dem Namen anzupassen. Eine Operation wird allerdings nur dann genehmigt, wenn die Transsexualität zu 100 % bestätigt ist.
Das Operationsverfahren zu erklären ist sehr schwierig und zu komplex. Sowohl die Scheide, als auch der Penis können umoperiert werden. Für Betroffene ist dies oft eine große und wichtige Veränderung im Leben. Die Krankenkassen übernehmen diese Kosten, sofern eine Transsexualität bestätigt ist.