Homosexualität und die Gesellschaft

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Viele Jugendliche wissen gar nicht so recht wie sie mit der Homosexualität umgehen sollen. Homosexuelle Impulse werden bewusst ignoriert oder bekämpft. Aus Angst vor Ablehnung distanzieren sich homosexuelle Jugendliche besonders stark von anderen Homosexuellen, um nicht mit diesen in Verbindung gebracht zu werden.Trotz aller Toleranz gegenüber Homosexuellen, lebt die Gesellschaft nach einen klasischen Menschenbild (Mann liebt Frau).

Was macht die Gesellschaft falsch?
Oft sind Eltern ein Grund dafür, dass sich Kinder von homosexuellen Menschen distanzieren und diese diskriminieren. Im Kleinkindalter bekommen Kinder gesagt, dass wenn jemand Single ist, niemanden abbekommen hat oder einfach keinen Partner findet. Das ein Single aber auch homosexuell sein kann, spielt oft keine Rolle.
Sexuelle Spielchen sind unter Jungs in der Pubertät weit verbreitete. Diese Spielchen, die zur Orientierung dienen und völlig normal sind, werden von Eltern meist negativ gewertet und sofort unterbunden.

In der Gesellschaft zu Hause?
Wenn man als Mädchen mit 16 noch keinen Freund mit nachhause bringt, ist man entweder unattraktiv oder zu prollig. Das ein Mädchen aber auch lesbisch sein könnte, wird gekonnt unter den Tisch geschoben – Das ist falsch!

In Schulbüchern geht es immer um Intakte- oder Einelternfamilien. Warum werden in Schulbüchern nie Familien beschreibe, wo zwei Männer oder zwei Frauen Kinder großziehen ?. Im Sexualkundeunterricht geht es meist um heterosexuellen Geschlechtsverkehr und Schwangerschaftsverhütung. Homosexualität kommt wenn nur als Sonderform vor und dann auch nur für 10 Minuten.
Im Werbefernsehen küssen sich fast ausschließlich Männer und Frauen, wenn es um bestimmte Produkte geht. Das sich zwei Frauen oder zwei Männer küssen, kommt extrem selten vor. Die Gesellschaft muss besser aufgeklärt werden und offener mit dem Thema umgehen.

Homosexualität – Ein ding der Unmöglichkeit?
Alle Signale von Kindern und Jugendlichen, die auf eine Homosexualität hinweisen könnten, werden nicht beachtet und ausgeredet. Wenn Jugendliche dann aber merken, dass sie homosexuell sind, erzeugt dieses Gefühl einen enormen Druck und führt dazu, dass sich Jugendliche selber aus dem Weg gehen und ihre Gefühle bewusst ignorieren. Oft stürzen sie sich dann in unehrliche Freundschaften und leben ein Doppelleben zwischen Homo- und Heterosexualität. Jugendliche vereinsamen und ziehen sich zurück. Der Druck der entsteht ist enorm und kann bis zum Suizid führen.

Männlich – Weiblich
Wenn sich Männer passiv, zärtlich, aufnehmend und Gefühlvoll zeigen geht die Gesellschaft davon aus, dass dieser Mann schwul ist. Wirkt eine Frau, aktiv, cool, hart, verkopft, unerotisch und streng, bekommt sie den Stempel Lesbisch auf die Stirn gedrückt.
Jungen können sich mit der Missachtung ihrer Kameraden fast sicher sein, wenn sie sich passiv, zärtlich, aufnehmend und Gefühlvoll zeigen. Auch Mädchen werden abgestoßen wenn sich sich typisch männlich verhalten.
Das Klischee, dass sich Schwule grundsätzlich weiblich verhalten und Lesben grundsätzlich männlich ist eine Fantasie, die in den Köpfen der Gesellschaft fest verankert ist. Vorurteile gegenüber Homosexuellen sind in der Gesellschaft weiterverbreitete und werden benutzt ohne Hintergrundwissen, ohne nachzudenken und ohne zu wissen, was sie einem Homosexuellen Menschen damit antun.

Vorurteile gegenüber Homosexualität

  • Homosexualität ist pervers !
  • NEIN – Definition med. Duden: Pervers= krankhaft, abnorm. Homosexualität ist weder krankhaft noch abnorm. Homosexualität entspricht einfach nicht der Norm. Wenn jemand rote Harre hat und 1,90 m groß ist entspricht dieser auch nicht der Norm. Abweichungen müssen nicht immer negativ sein.

  • Der erste Geschlechtsverkehr entscheidet über Homo- oder Heterosexualität!
  • NEIN- Viele sammeln erste Erfahrungen mit dem gleichem Geschlecht und sind später nicht homosexuell. Bis zum Alter von 15 Jahren verhalten sich 30 % teilweise und 10 % ausschließlich homosexuell.

  • Homosexualität ist Erziehungssache!
  • NEIN- Irrglaube, wissenschaftlich erwiesen.

  • HIV / AIDS gibt es nur bei Homosexuellen!
  • NEIN – Auch in heterosexuellen Kreisen gibt es HIV. Die Infektionsqoute bei homosexuellen ist durch einen häufigeren Partnerwechsel und Sex-Kontakten unter dem Niveau höher.

  • Man kann durch Verführung Homosexuell werden!
  • NEIN – Niemand kann einen Heterosexuellen zur Homosexualität verführen. Umgekehrt ist es genau so wenig möglich.

  • Homosexuelle denke nur an SEX!
  • NEIN – Das Sexuelle verlangen unterscheidet sich kaum von dem Heterosexuellen