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Ich bin transsexuell – Was tun?

Ich bin transsexuell – Was tun?

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Es ist kein leichter Weg für wenn man im falschen Körper leben muss. Viele Betroffene merken es schon sehr früh, dass bei ihnen was anders ist. Bis Betroffene aber bewusst merken was mit ihnen los ist vergeht sehr viel Zeit. Noch länger dauert es aber anderen davon erzählen zu können. Die Angst auf Ablehnung zu stoßen ist sehr groß, da Transsexuelle in der Gesellschaft nicht bzw. kaum angesehen werden.

Anzeichen für eine Transsexualität
Fachleute haben sich auf einige Merkmale geeinigt, die auf eine Transsexualität hinweisen können.

  • Der Widerspruch zwischen körperlichen und psychischen Geschlecht muss dauerhaft und tiefgreifend sein. Über Jahre müssen diese Konflikte vorhanden sein, sich im eigenen Körper nicht wohl zu fühlen.
  • Es entsteht ein Gefühl, dass man nicht dauerhaft mit dem dem biologischen Geschlecht leben kann. Typisch männliche bzw. typisch weibliche Verhaltensweisen werden durchgehend abgelehnt.
  • Es muss einen innerlichen Druck geben der so groß ist, dass es zu psychischen Problemen bei den Betroffenen kommt, wenn sie nicht so leben können wie sie wollen.

Nicht immer ist direkt erkennbar, dass es sich um Transsexualität handelt.

Was bringen diese Merkmale?
Ein Gutachter bzw. Psychologe wird auf diese Merkmale zurückgreifen, um eine Transsexualität bestätigen zu können. Erst nach dieser Bestätigung können Betroffene damit beginnen ihr leben neu zu sortieren: z.B. durch eine Namensänderung bzw. ggf. einer Operation zur Geschlechtsumwandlung.

Wie merkt man es?
Es gibt Jungen und Mädchen die schon im Vorschulalter Anzeichen zeigen, die nicht typisch männlich bzw. weiblich sind. Mädchen lehnen z.B. weibliche Kleidung ab und Jungen spielen lieber mit Mädchen und tragen heimlich Mädchenkleidung.
Diese Anzeichen bedeuten aber nicht gleich das eine Transsexualität vorliegt. Bei einigen werden die Anzeichen für eine bestehende Transsexualität im zunehmenden Alter immer deutlicher. Wer wirklich Transsexuell ist dem wird dieses empfinden immer bewusster.

Zahlen, Daten und Fakten

  • Männer sind im durchschnitt 37 Jahre alt, bevor sie eine Lösung für das Problem haben
  • Frauen sind etwa 26 Jahre alt, bis sie das Problem lösen konnten.

Warum gibt es diesen Altersunterschied?
Mädchen haben es in der Pubertät leichter, sich als Junge zu geben. Jungenkleidung ist für Mädchen nichts besonderes. Sie können sich also nach außen hin eher als Jungen geben, ohne irgendwo auf Ablehnung zu stoßen. Wenn Jungen Mädchenkleidung tragen würden, würden sie auf Ablehnung und Unverständnis stoßen.

Geschlechtsveränderung

Erste Möglichkeit:
Die Änderung des Namens und der Anrede. In der Regel wird zunächst der Vorname geändert, d.h. aus Herrn Tim Müller wird z.B. Herr Tina Müller. Der zweite Schritt ist dann die Anrede, die von Herrn Tina Müller in Frau Tina Müller geändert wird.

Zweite Möglichkeit:
Für viele Transsexuelle ist es ein großer Wunsch auch den Körper dem Namen anzupassen. Eine Operation wird allerdings nur dann genehmigt, wenn die Transsexualität zu 100 % bestätigt ist.
Das Operationsverfahren zu erklären ist sehr schwierig und zu komplex. Sowohl die Scheide, als auch der Penis können umoperiert werden. Für Betroffene ist dies oft eine große und wichtige Veränderung im Leben. Die Krankenkassen übernehmen diese Kosten, sofern eine Transsexualität bestätigt ist.

Homosexualität und Schule

Homosexualität und Schule

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Die große Angst auf Ablehnung und Verachtung zu stoßen ist Grund genug dafür seine Homosexualität in der Schule geheim zu halten. Schwule Sau und Schwuchtel sind die meist benutzen Schimpfworte auf deutschen Schulhöfen.

Besonders Jungs verhalten sich gegenüber Homosexuellen sehr aggressiv. Warum ist das so ?. Viele Jungs haben Angst davor homosexuell zu wirken und Diskriminieren Homosexuelle, um so zu zeigen wie abstoßend sie diese Lebensweise finden.
Oft sind Schüler aber nicht alleine daran Schuld, dass in der Schule ein Homophobes Klima herrscht. Die mangelnde Aufklärung führt dazu, dass Vorurteile auf Nährboden stoßen. Selbst Lehrkräfte haben meist kein ausreichendes Verständnis und wissen nicht wie sie mit Schülern umgehen sollen, die homosexuelle Signale senden und in der Schule Ausgegrenzt werden.

Mobbing und Gewalt
Lesbische und schwule Jugendliche sind Opfer von Mobbing und Gewalt in der Familie,der Schule und der Öffentlichkeit. Über die Hälfte aller haben üble Nachrede und Mobbing in der Schule erlebt. Nur 18 % der Lehrkräfte verteidigen Lesben und Schwule im Unterricht. 27 % stimmen den homophoben Äußerungen zu!. 7% der lesbischen und schwulen Jugendlichen erleben Gewalt. Gewalt ist allgegenwärtig und spielt sich überwiegend auf der verbalen, psychischen Ebene ab. In der Mehrzahl der Fälle erleben Jugendliche die beschriebene Gewalt nicht einmalig, sondern mehrfach.

Wir wollen was ändern – Mit eurer Hilfe
Wir sind der Meinung, dass es so in der Schule nicht mehr weiter gehen kann. Für viele Jugendliche ist es eine enorme Überwindung zur Schule zu gehen wenn sie merken, dass sie homosexuell sind. Die Anfeindungen die Jugendliche erleben müssen sind unerträglich und können dramatisch folgen haben. Wir wollen aufklären und Klarheit schaffen, Vorurteile aus dem Weg räumen.

Wir bieten für Sie und Euch eine Aufklärungsstunde über das Thema Homosexualität an. Viele Schülerinnen und Schüler befinden sich in der Selbstfindungsphase, manche fühlen sich unverstanden und wissen selber nicht, wie sie mit sich umgehen sollen. Wir möchten mit Schülern darüber sprechen, Fragen beantworten und Unklarheiten beseitigen. Auch über die Auswirkungen von Diskriminierungen wird gesprochen und mit Erfahrungen, die wir zur Schulzeit gemacht haben verdeutlicht.
Du Bist Du Schulworkshop
Bin ich vielleicht -Schwul? -Lesbisch?

Bin ich vielleicht -Schwul? -Lesbisch?

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Lesbisch sein bedeutet, dass sich ein Mädchen bzw. Frau zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Lesbisch sein heißt, seine Liebe, seine Gefühle und die Sexualität mit einem anderen Mädchen bzw. einer anderen Frau auszuleben. Leider glauben heutzutage noch immer viele Menschen, dass es krank oder pervers ist Homosexuell zu sein. Homosexualität ist weder pervers noch krank – es ist normal.

Lesbisch: Ja oder nein?
Die Frage ob du Lesbisch bist oder nicht, lässt sich nicht auf Anhieb beantworten. Viele Mädchen haben in der Pubertät homosexuelle Kontakte oder Fantasien. Für die meisten stellt sich aber mit der Zeit heraus, dass diese homosexuellen Gefühle nur ein Teil der Reifungsphase sind. Für einen teil der Mädchen stellt sich aber heraus, dass sie sich dauerhaft zum gleichen oder zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlen. Sie sind dann Lesbisch oder bisexuell.
Gerade in der Pubertät fühlen sich Mädchen zueinander hingezogen und erleben das zusammen sein mit anderen Mädchen als locker. Sie verstehen sich besser können über alles sprechen und leben körperliche nähe völlig normal aus. In der Gesellschaft wir diese nähe nicht negativ gewertet, es gilt als normal.

Man ist nicht gleich Lesbisch, wenn man…

  • …die beste Freundin feste umarmt oder auch mal küsst
  • …nachts davon träumst mit einem Mädchen Sex zu haben
  • …mit seiner Freundin, gegenseitig die Körper erforscht und sich gegenseitig befriedigt.
  • …sich für Homosexualität interessiert

Ich bin Lesbisch
Es ist wichtig, dass du zu deinen eigenen Gefühlen stehen kannst. Sich sexuell zu identifizieren gehört ganz klar zum Erwachsen werden dazu. Es ist ganz alleine deine Entscheidung, wen du liebst, wie du deine Gefühle auslebst und mit wem du dein Leben teilen möchtest. 
Für manche Mädchen ist es ziemlich schnell klar, dass sie lesbisch sind. Für die meisten ist es jedoch ein langer Weg, bis sie erkennen, dass sie sich zu Frauen mehr hingezogen fühlen. Wenn du deine Gefühle noch nicht richtig zuordnen kannst, kann es helfen Kontakt zu anderen lesbischen Mädchen herzustellen, die vielleicht schon ihr Coming-out hinter sich haben. Auch wir von Schwul-hilfe e.V. helfen dir den Stein ins Rollen zu bringen. Wir unterstützen dich.


Was bedeutet es Schwul zu sein?
Schwul sein bedeutet, dass sich ein Junge bzw. Mann zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Schwul sein heißt seine Liebe, seine Gefühle und die Sexualität mit einem anderen Jungen bzw. Mann auszuleben. Leider glauben heutzutage viele Menschen das es krank oder pervers sei Homosexuell zu sein.
Homosexualität ist weder pervers noch krank – Es ist normal.

Schwul – Ja oder nein?
Die Frage ob du Schwul bist oder nicht, lässt sich leider nicht auf Anhieb beantworten. In der Pubertät fühlt sich in der Regel jeder Junge zum gleichem Geschlecht hingezogen, weil in diesem Alter die sexuelle Neigung noch unsicher ist.
Der Grund dafür ist, dass jeder Mensch eine homosexuelle Veranlagung in sich trägt. 62 % aller Jungen sammeln erste sexuelle Erfahrungen mit einem anderen Jungen bzw. Mann. Für die meisten gehört diese Phase aber nur zum Reifungsprozess der Pubertät, die aufregend und spannend ist.
Den anderen 10 % der jungen Männer wird mit der Zeit klar, dass sie sich dauerhaft zum gleichen oder beiden Geschlechtern hingezogen fühlen. Sie sind dann schwul oder bisexuell.

Für viele Jugendliche ist es extrem schwer sich in einer Schulklasse oder im Freundeskreis zu outen, weil sie meist ins Abseits verband werden. Für Mädchen ist es normal sich zu umarmen, sich zu küssen oder Händchen zu halten. Für Jungs oder Männer gilt dies als unmännlich und wird strikt abgelehnt. Kommt es aber doch zu einer Umarmung, (was auch völlig normal sein kann) wird man gemobbt oder bekommt sogar Gewalt zu spüren.

Man ist nicht gleich Schwul wenn man…

  • …einen anderen Jungen oder Mann umarmt
  • …zusammen onaniert
  • …in eine Schwulendisco geht
  • …im rechten Ohr einen Ohrring trägt
  • …sich für Homosexualität interessiert

Ich bin Schwul
Es ist wichtig, dass du zu deinen eigenen Gefühlen stehen kannst. Sich sexuell zu identifizieren gehört ganz klar zum Erwachsen werden dazu. Es ist ganz alleine deine Entscheidung, wen du liebst, wie du deine Gefühle auslebst und mit wem du dein Leben leben möchtest. 
Für manche Jungen ist es ziemlich schnell klar, dass sie schwul sind. Für die meisten ist es jedoch ein langer Weg, bis sie erkennen, dass sie sich dauerhaft zu Männern hingezogen fühlen. Wenn du deine Gefühle noch nicht richtig zuordnen kannst, kann es helfen Kontakt zu anderen homosexuellen herzustellen , die vielleicht schon ihr Coming-out hinter sich haben. Auch wir von Schwul-hilfe e.V. helfen dir den Stein ins Rollen zu bringen. Wir unterstützen dich.

Eltern – Situation im Coming-Out

Eltern – Situation im Coming-Out

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Eltern brauchen Zeit und Geduld
Eltern müssen es zunächst verarbeiten, wenn sich das Kind bei Ihnen geoutet hat, sie erleben die Offenbarung meist unvorbereitet und spontan. Es gibt kaum Eltern, die sich auf das Outing des Kindes vorbereiten können. Genau wie bei einem Jugendlichen gibt es bei Eltern verschiedene Phasen, die unterschiedlich schnell verlaufen. Eltern, die viel von ihrem Kind erwarten und einen Lebensweg für das Kind geplant haben, wird es schwerfallen mit der Homosexualität des Kindes umzugehen. Eltern die allerdings weniger Erwartungen an das Kind stellen, wird es leichter fallen mit der Homosexualität umgehen zu können.
Wenn es Eltern gelungen ist Vertrauen zum Kind aufzubauen, dann wissen diese genau, dass sie mit jeder Frage und Problemen zu ihnen kommen können. Auch die Frage nach der sexuellen Orientierung kann dabei eine Rolle spielen.

Fast jedes Kind lernt die Begriffe „schwul“ oder „lesbisch“ als Schimpfwort kennen, dabei wissen die meisten gar nicht was diese Begriffe bedeuten. Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass diese beiden Wörter keine Schimpfwörter sind, sondern eine Lebensweise bzw. eine Lebenswirklichkeit. Kindern sollte eine positive Einstellung gegenüber Homosexualität vermittelt werden, die Einstellung der Eltern wird sich auf die Kinder abfärben.

Die Suche nach der sexuellen Identität ist eine Phase der Unsicherheit, in der man die intimste Stelle des Menschen trifft. Erwachsene sollte das Thema in der Erziehung von sich aus aufgreifen und ansprechen. Ein spontanes Nachfragen, über die sexuelle Orientierung des Kindes kann „die Tür zuschlagen“ und ein zuvor Vertrauen volles Verhältnis zerstören.
Es gibt selten eindeutige Signale, ob sich Kinder mit der Frage homosexuell zu sein beschäftigen. Kinder merken an der Mimik der Eltern schnell, ob sie mit dem Thema auf Verständnis oder Ablehnung stoßen.
Ein Desinteresse gegenüber dem anderen Geschlecht muss aber nicht zwingen heißen, dass das Kind homosexuell ist. Homosexuelle Handlungen und Erfahrungen gehören zur Pubertät dazu und sind völlig normal und sollten deshalb nicht unterbunden werden. Wenn Eltern das Gefühl haben, dass das eigene Kind homosexuell ist, kann es helfen das Eltern zunächst mit Freunden über die Situation sprechen, bevor sie das Kind mit dem Thema konfrontieren.

Schmerzhafte Reaktionen sind manchmal unvermeidbar
Hat sich das Kind bei den Eltern geoutet oder stellt es sich heraus, dass das Kind homosexuell ist, dann hängt die Reaktion der Eltern von den im ersten Absatz beschriebenen Phasen ab. Die Bandbreite der Reaktion kann von umfassendem Akzeptieren bis zum strikten Ablehnen reichen. Wie Eltern regieren, hängt nicht selten davon ab, wie viel diese über Homosexualität wissen. Es lohnt sich zu wissen, was in Eltern selbst und was zwischen Eltern und Kindern vor sich geht, wenn die Situation real und akut geworden ist.

Im ersten Schock reagieren Eltern manchmal ablehnend und verletzend. Die Enttäuschung richtet sich gegen das eigene Kind, auch wenn es gar nicht so gemeint ist. Eine solche Reaktion lässt sich kaum vermeiden, da Eltern auch ein Recht haben ihre Gefühle in dieser doch sehr schwierigen Situation zu zeigen. Es kann vorkommen, dass der Kontakt zum Kind gestört ist oder sogar ganz abgebrochen wird. Viele Jugendliche sind aber auf eine solche Situation relativ gut vorbereitet, weil sie ihre Eltern genau kennen. Sollte es zu einer solchen Situation gekommen sein, dann hilft eine gemeinsame „Beruhigungsphase“, um die Lage wieder ins Lot zu bringen. Wichtig ist, dass man wieder einen Schritt aufeinander zu macht und miteinander spricht, auch wenn es schwerfällt.
Jugendliche werden meist den ersten Schritt aufeinander zu wagen, weil sie stabiler sind als ihre Eltern. Es wirkt sich immer positiv aus, wenn Eltern darauf eingehen auch dann, wenn die Enttäuschung noch groß ist. Vorurteile, Abwertung und Ängste vernebeln die Sicht auf das eigene Kind – Konkret hinschauen und das Kind wieder wahrnehmen ist das Stichwort für Eltern. Es wichtig daran zu denken, dass es dasselbe Kind ist was liebt und geliebt werden möchte. Gerade in dieser schweren Zeit braucht das Kind Verständnis und Nähe.

Sich für das Kind entscheiden
Eltern müssen sich entscheiden, ob ihnen das eigene Kind wichtiger ist oder die gesellschaftliche Erwartung, dass Männer keine Männer und Frauen keine Frauen lieben sollen. Meistens ist es so, dass sich Eltern für ihre Gefühle entscheiden, sprich für das Kind. Eltern müssen die Vorstellungen; die sie an das eigene Kind haben loslassen, sodass das Kind den eigenen Weg ohne Hindernisse einschlagen kann.

Eltern müssen auch etwas für sich tun
Für Eltern ist die Enttäuschung groß, wenn das Kind nun den eigenen Weg geht und nicht den vorgestellten Weg der Eltern. Zweifel kommen auf, dass in der Erziehung etwas falsch gelaufen ist. Eltern machen sich über Fragen, wie z.B. „Was denken die anderen wohl über Eltern eines schwulen oder lesbischen Kindes“ Gedanken und das nagt stark am Selbstwertgefühl. Das Coming-out der Eltern ist oft mit Angst auf Ablehnung zu stoßen verbunden. Gerade am Anfang ist es wichtig, sich nicht zu viel zuzumuten und die Schritte ins Neuland nicht zu groß zu machen. In dieser Zeit ist es wichtig mit dem Kind zu reden und Fragen zu stellen über all das, was unklar ist. In einem solchen Gespräch sollte man dem Kind aber keine Vorwürfe machen. Sie sollten richtig zuhören und versuchen sich in die Lage des Kindes zu versetzten, um die Lebenswelt besser kennen zu lernen.

Mit anderen Reden
Für manche Eltern ist es hilfreich sein, wenn sie Kontakt herstellen zu andren Homosexuellen und deren Eltern. Das geht gut über eine Beratungsstelle oder über das Internet. Auch wir von Schwul-Hilfe e.V. helfen ihnen gerne weiter. Entweder Sie Kontaktieren uns über eine E-Mail oder Fragen uns direkt über den Live-Support.
Genau, wie das Kind beim Outing Hilfe gebraucht hat, brauchen Sie diese eventuell auch. Viele Eltern fangen jetzt erst an sich über Homosexualität zu informieren. Sie lesen Bücher und Broschüren und durchkämmen das Internet nach Informationen. Manchmal kann es aber von Vorteil sein, wenn man mit Beratern über die konkrete Situation spricht. Diese Berater müssen aber nicht zwingend vom „Fach“ sein. Auch Freunde oder Verwandte, Lebenspartner oder Schwiegereltern können die richtigen Gesprächspartner sein.
Väter sind meist mehr mit der Situation überforderter ein homosexuelles Kind zu haben als Mütter. Väter sehen in der Homosexualität des Kindes die Geschlechtsidentität gekränkt. Ihnen fällt es meist sehr schwer, über das Thema zu reden. Desto mehr Väter sich trauen über ihre Konflikte zu reden, umso leichter wird es für sie den Kontakt zum eigenen Kind zu halten auch dann, wenn es sich ganz anders entwickelt.

Professionelle Hilfe
Wenn die Situation aussichtslos erscheint, bekommen Eltern Hilfe in professionellen Einrichtungen wie z.B. einer Lebensberatungsstelle, Sexualberatungsstelle oder in einer Familienberatungsstelle, wo sie dann mit einem Fachberater über die Situation sprechen können. In größeren Städten existieren Elterngruppen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Es tut gut zu wissen, dass sich andere auch mit dem Thema beschäftigen müssen.

Wird mein Kind glücklich mit der Homosexualität?

Wird mein Kind glücklich mit der Homosexualität?

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Von der Familie unterstützt werden
Wie viel ein Kind verkraften kann, hängt davon ab, wie viel Unterstützung es von der Familie bekommt. Wenn das Kind von zu Hause aus unterstützt und akzeptiert wird, kann es schnell wieder Lebensfreude tanken und sich auf eine gleichgeschlechtliche Beziehung einlassen. Wird die Homosexualität des Kindes allerdings von Eltern nicht akzeptiert, wird es zu Konflikten kommen, sodass das Kind nicht die Kraft haben wird eine Beziehung eingehen zu können.
Gewalttätige Übergriffe auf Homosexuelle sind leider noch immer allgegenwärtig, sie können ihrem Kind aber helfen damit umzugehen. Wenn sie bereit sind, die sexuelle Orientierung des Kindes mit allen Konsequenzen freundlich gegenüberzutreten, wird das Kind viel besser einschätzen können, ob es den Anfeindungen aus dem Weg geht oder den Anfeindungen mit Selbstbewusstsein gegenüber steht.

Eltern können profitieren

Eine fremde Welt wird plötzlich für Eltern zum Mittelpunkt. Eltern holen sich überall Informationen und führen Gespräche über das Thema um zu verstehen, was im Kind vorgeht. Mut, Sensibilität, Geduld und Ehrlichkeit sind wichtige Parameter für ein glückliches und verständnisvolles Leben mit dem Kind zusammen.

Ängste existieren – allerdings nicht in der Realität
Oft lohnt es sich, dass Thema Homosexualität in der Familie, in der Nachbarschaft und in der Verwandtschaft aufzugreifen und darüber zu sprechen. Damit ist allerdings nicht das Heraus posaunen ohne Rücksicht auf die Familie gemeint. Es zum Thema zu machen heißt umsichtig und offener mit sich selbst umzugehen, um anderen zu zeigen, dass man ehrlich zu sich selbst ist. Eine solche Einstellung der Eltern stärkt auch das Kind. Die Homosexualität des Kindes zu verstecken kostet sehr viel Kraft und Energie. Dem Kind tut es nicht gut, wenn Eltern nicht zum eigenen Kind stehen können.
Oft sind Eltern überrascht über die positiven Reaktionen. Ängste der Eltern sind oft unbegründet aber verständlich.

Ehrenamtliche Helfer

Ehrenamtliche Helfer

Was wären wir nur ohne Sie? Unsere Ehrenamtlichen Helfer. Sie sind aber nicht nur Helfer, Sie sind auch unsere Freunde. Vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit werden immer wieder helfende Hände benötigt. Sie sind da wenn wir Sie brauchen. Danke an unsere Mädels.

Danke Shari, Danke Cathy, Danke Jasmin, Danke Frauke, Danke Maike
… Hoffentlich haben wir niemanden vergessen!

Du-Bist-Du e.V. Eventfotografin
Jasmin ist 30 Jahre und Gesundheits- und Krankenpflegerin. Sie hat sich mit ihrer Fotografie selbstständig gemacht und geht außerdem sehr gerne schwimmen.

Sharinganphotography auf Flickr

Christopher Löffler

Christopher Löffler

Chris Löffler – Vorsitzender Du-Bist-Du e.V.

Da Wohne ich: Altenstadt / Hessen

Mein Alter: 25 Jahre jung

Meine Hobbys: Tauchen, klettern und Webdesign

Berufsstand: Staatlich anerkannter Erzieher

Meine Aufgaben hier:
Meine Hauptaufgaben hier bei Du Bist Du e.V. ist die Onlineabteilung und der „Behördenkram“. Ich bin also für die Webseite, Twitter und den Facebookauftritt zuständig. Außerdem kümmere ich mich um den Datenverkehr zwischen uns, dem Finanzamt und dem Amtsgericht.

Jan Küpperbusch

Jan Küpperbusch

Jan Küpperbusch – Vorsitzender Du-Bist-Du e.V.

Da Wohne ich: Duisburg

Mein Alter: 24 Jahre jung

Meine Hobbys: Schwul-Hilfe e.V. und Konzerte

Berufsstand: Krankenpfleger

Meine Aufgaben hier:
Meistens bin ich an Schulen unterwegs und halte die Workshops. Auch bei der Sexualpädagogischen Stadt-Rallye von der Aids-Hilfe bin ich mit dabei. Hier ist Du Bist Du e.V. eine Station von mehreren.